Sonderausstellung „Marzipan - Das Brot der Engel"

2. November 2012 bis 13. Januar 2013

Wer erinnert sich nicht an einen Weihnachtsabend in seiner Kindheit, an den strahlenden Tannenbaum, das Auspacken der Geschenke und dann den Moment nach der Bescherung, als man das erste Stück Marzipan vom bunten Teller nahm und im Mund zergehen ließ. Ein himmlischer Geschmack, auf den man fast ein Jahr gewartet hatte.

Das Weihnachtshaus Husum widmet sich in seiner diesjährigen Weihnachtsausstellung der Köstlichkeit aus Mandeln, Zucker und Rosenwasser. Die Handelswege der raren, fast unbezahlbaren Zutaten, die erst ihren Weg aus dem Orient und Ostasien nach Europa finden mussten, werden beleuchtet. Wo entstand die Idee zur Marzipan-Produktion, wie wurde es geformt und verziert, wer konnte es sich in der Antike und im Mittelalter leisten, diese Kostbarkeit an seiner Tafel zu genießen, wann wurden die Zutaten durch den Anbau in Europa so erschwinglich, dass nicht nur der Klerus und der Adel sich diesen Luxus leisten konnten, sondern auch das Bürgertum das Marzipan, wenn auch nur in kleinsten Mengen, zum Festtags-Konfekt erhob.

Allen diesen Fragen geht die Ausstellung nach, anhand von historischen Formen und Werkzeugen, mit deren Hilfe Marzipanfiguren zum besseren Verständnis in alter Handwerkstechnik „ausgemodelt und geschminkt“ und zusammen mit diesen gezeigt werden.

Eine Auswahl an Marzipan, hergestellt in kleinen Manufakturen und von überregional bekannten Produzenten, sowie Muster aus den Zentren der europäischen Marzipanherstellung runden das Thema ab.


Für alle, die das Thema zu Hause noch vertiefen möchten, erscheint im Husum Verlag ein Buch von  Prof. Dr. Torkild Hinrichsen, dem Direktor des Altonaer Museums in Hamburg. Damit wird die enge Zusammenarbeit zwischen dem Altonaer Museum und dem Weihnachtshaus Husum fortgesetzt.