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Von Julböcken, Nissen und dem Tanz um den Weihnachtsbaum

Sonderausstellung vom 1. 11. 2014 bis 11.1.2015

Die diesjährige Weihnachtsausstellung im Weihnachtshaus Husum ist den Festbräuchen und typischen Produkten unseres nördlichen Nachbarlandes Dänemark gewidmet.

Rot und Weiß, die Farben der dänischen Fahne, sind dort auch zu Weihnachten die alles beherrschen-den Farbtöne, angereichert durch das Tannengrün. Und wer kennt sie nicht, die rot-weißen Flechtherzen, die allgegenwärtigen Nisser mit ihren roten Zipfelmützen. Ob auf Bilderbögen oder Postkarten, als Figuren zur Dekoration oder als Nissegarde im vorweihnachtlichen Tondern unter-wegs, gehören sie zur Festvorbereitung in Dänemark dazu wie die alljährlich neu gestalteten Weihnachtsmarken oder Weihnachtsteller aus der Königlichen Porzellanmanufaktur in Kopenhagen.

Die Ausgestaltung des Weihnachtsabends mit traditionellem Festessen und dem Tanz um den Weih-nachtsbaum sowie Bastelanleitungen für Herzen und Netze für den Tannenbaum sind ebenso Themen der Ausstellung wie die vielfältigen modernen Angebote, etwa die Jahresflaschen für „Julesnaps“, Weihnachtsbier und Kerzenhalter und Schmuck für den Tannenbaum in Jahrgangsschachteln. Was hat nun der Julbock mit dem größten Fest des Jahres zu tun, wann eroberten Tannenbaum und Adventskranz die dänischen Weihnachtszimmer und wo liegt der Ursprung der weihnachtlichen Basteleien aus Papier? Das sind nur einige weitere Fragen, auf die die Ausstellung eine Antwort finden will.

Zur Ausstellung erscheint im Husum Verlag die 4., überarbeitete Auflage des Buches „Weihnachten in Dänemark / Dansk Jul – Ein Bild-ABC zu Festbräuchen, Liedern und Rezepten“ von Torkild Hinrichsen, dem ehemaligen Direktor des Altonaer Museums in Hamburg.

Die Sonderausstellung wird am 31. Oktober um 19 Uhr eröffnet.

 

Sonderveranstaltungen:

4. Husumer Adventskalendermarkt 8./9. November,  10–17 Uhr, Eintritt frei
3. Husumer Marzipanmarkt 29./30. November, 10–17 Uhr, Eintritt frei

Bis Weihnachten wieder daheim?

Sonderausstellung zum Thema "Weihnachten im Ersten Weltkrieg"

Anfang August 2014 jährt sich zum hundertsten Mal der Beginn des Ersten Weltkriegs. Das Weihnachtshaus zeigt aus diesem Anlass eine kleine Kabinett-Ausstellung, die ab 2. August bis in das Jahr 2015 hinein zu sehen sein wird.

1914 eskaliert das jahrelange Wettrüsten der europäischen Staaten, es ist der Beginn des Ersten Weltkrieges, der sich bis in den November 1918 hinziehen wird. Entgegen der ersten Euphorie der deutschen Bevölkerung, dass die kriegerischen Auseinandersetzungen zu Weihnachten beendet sind, beginnt ein jahrelanger Graben- und Stellungskrieg, der geprägt ist von Materialschlachten und hohen Verlusten unter den Soldaten. Viele der jungen, oft kriegsfreiwilligen Soldaten fallen schon nach kurzer Zeit. Insgesamt fordert der Erste Weltkrieg zehn Millionen Todesopfer und rund doppelt so viele Verletzte. 

 

Vor diesem Hintergrund sind die Frontberichte, die Liebesgaben an die Soldaten, die den Krieg abbildenden Spielzeuge und patriotischer Christbaumschmuck und Postkarten Zeugnisse einer leidvollen Zeit. Und doch ist das Weihnachtsfest auch in den Kriegsjahren ein Fest, das wo immer möglich in der Familie oder auch an der Front gefeiert oder zumindest mit einigen weihnachtlichen Objekten aus dem Alltag an der Front herausgehoben wird.

 

Das ungewöhnlichste Weihnachtserlebnis des Ersten Weltkrieges ist die unautorisierte Waffenruhe an der deutsch-französischen Front am Weihnachtsabend und am ersten Feiertag 1914. Soldaten, die sonst keine Gelegenheit auslassen, den Feind auf der anderen Seite tödlich zu verletzen, lassen die Waffen ruhen. Sie singen Weihnachtslieder und tauschen im Niemandsland kleine Geschenke aus. Teilweise sind die Kronen der deutschen Schützengräben mit beleuchteten Tannenbäumen bestückt. Ein einmaliges Ereignis in diesem Krieg. In den Folgejahren achten die Vorgesetzten darauf, dass es nicht erneut zu persönlichen Begegnungen zwischen den Feindeslinien kommt.

 

Zur Eröffnung der Kabinett-Ausstellung am 2. August planen wir eine Museumsnacht mit Schwerpunkt deutscher Kriegseintritt in den Ersten Weltkrieg vor hundert Jahren „Bis Weihnachten wieder daheim?“  17–24 Uhr

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