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Buchpremiere: "Nordfriesisches Weihnachtsbuch"

21. November 2018, um 19 Uhr

Pünktlich zur Vorweihnachtszeit ist jetzt das Nordfriesische Weihnachtsbuch im Husum Verlag erschienen. Erstmalig gibt es damit ein umfassendes Werk zur Weihnacht auf Inseln, Halligen und dem Festland, in dem mehr als 40 Autorinnen und Autoren über 200 Jahre nordfriesisches Brauchtum beleuchten - auf Hochdeutsch, Plattdeutsch und auf Friesisch.

 

Das Buch wird am Mittwoch, den 21. November, um 19 Uhr im Weihnachtshaus Husum vorgestellt.

 

An diesem Abend berichtet der Herausgeber und ehemalige Leiter des Nordfriesischen Instituts, Professor Thomas Steensen, über die Facetten der nordfriesischen Weihnacht und gibt Einblicke in seine Arbeit an der Anthologie.
Mehrere der Autoren - darunter Antje Arfsten, Gabriella Engelmann, Günter Klatt und Dieter Staacken - sind ebenfalls anwesend und lesen aus ihren Beiträgen.
Im Anschluss daran besteht Gelegenheit zum Gespräch in vorweihnachtlicher Atmosphäre, bei Getränken, Gebäck und einem Glas Punsch nach handschriftlichem Rezept von Theodor Storm.

 

Der Eintritt ist frei.

Veranstaltungen im Weihnachtshaus 2018

Am 21. November wird im Weihnachtshaus mit dem "Nordfriesischen Weihnachtsbuch" ein Werk vorgestellt, das Berichte, Erzählungen, Gedichte, Lieder und Rezepte aus den verschiedenen Regionen Nordfrieslands zum Inhalt hat. Bücherflohmarkt und Adventskalendermarkt liegen bereits hinter uns, dafür lädt am ersten Adventswochenende (1./2. Dezember) noch der 7. Marzipanmarkt zum Stöbern ein. Als besonderer Höhepunkt kurz vor Weihnachten besucht der echte Weihnachtsmann am 19. Dezember unser Haus. Alle Kinder können sich für diesen Termin vorbereiten und ein Gedicht oder Lied vortragen. Wer ganz sicher gehen will, dass seine Wünsche auch wirklich ankommen, kann seinen Wunschzettel auch direkt übergeben. Die märchenhafte Kulisse bietet den Eltern die Möglichkeit, diesen besonderen Moment im Foto festhalten und zu einer dauerhaften Erinnerung werden zu lassen. Für diesen Termin wird auf Grund des großen Andranges um Anmeldung gebeten.

Im Ausstellungsbereich gibt es geplante Änderungen im Bereich der Dauerausstellung. Die Sonderausstellung zur Vorweihnachtszeit (ab dem 9. November) widmen wir in diesem Jahr dem Thema „Schokolade“ (s. Artikel unten). Geschichte, Verarbeitung und insbesondere historische Formen und Produkte werden gezeigt. Passend zum Thema Schokolade wird natürlich auch auf dem Marzipanmarkt das Angebot um himmlische Schokolade erweitert.

 

 

Schokolade – Vom Trank der Götter zur süßen Verführung für alle

Sonderausstellung vom 10. November 2018 bis Oktober 2019


Die Geschichte der Schokolade beginnt bei den Azteken, die schon um 1500 aus Wasser, Kakao, Chili und Vanille ein berauschendes Gebräu herstellten und es Xokolatl nannten. Das bittere Getränk war zunächst nur den Männern vorbehalten. Die aus der Kakaofrucht herausgelösten Bohnen waren so wertvoll, dass sie lange als Zahlungsmittel dienten. Nach Europa kam die neue Frucht durch Christoph Kolumbus Anfang des 16. Jahrhunderts. Der Genuss von neuen, sündhaft teuren Rohstoffen wie Gewürzen oder Kakao wurde am spanischen Hof immer beliebter und breitete sich von dort über die europäischen Herrscherhäuser aus.
Das aus Kakao und Honig oder Rohrzucker hergestellte Getränk wurde zunehmend auch in bürgerlichen Kreisen geschätzt. Bereits 1657 wurde in London das erste Schokoladencafé eröffnet. Ähnliche Einrichtungen entstanden entlang der historischen Handelswege. Bremen, damals einer der bedeutendsten Überseehäfen für Kaffee und Kakao, folgte mit einem eigenen Caféhaus einige Jahre später. Bis in Dresden 1830 die erste als Tafel ausgeformte Schokolade angeboten wurde, sollten noch gut 150 Jahre vergehen.

 

Herstellung
Von der Kakaofrucht werden nur die Kerne zur Schokoladenherstellung verwendet. Sie werden zusammen mit dem Fruchtfleisch aus der Schale gelöst und zunächst zur Fermentation für eine Woche unter Luftabschluss gelagert. Bei diesem Gärungsvorgang bildet sich das Aroma, das erst mit der Trocknung und Röstung der Kerne wahrnehmbar wird. Die Kerne werden anschließend gereinigt, gebrochen und fein gemahlen. Dabei wird die Zellstruktur zerstört und es entsteht Kakaomasse. Dieser duftenden Masse wird durch Erwärmen das Fett, die sogenannte Kakaobutter, entzogen. Der übrig bleibende Presskuchen ist die Vorstufe zum Kakaopulver und damit die Grundlage für Schokolade.

Die Entwicklung der Schokoladenherstellung ist eng verknüpft mit der Zuckerproduktion. Zucker – in den Anfängen aus Zuckerrohr hergestellt und genauso kostbar wie die Kakaobohnen – wird benötigt, um das volle Aroma der Kakao-Frucht zum Ausdruck zu bringen. Während der Kontinentalsperre und der damit unterbrochenen Einfuhr von Rohrzucker besinnt man sich auf ein bereits länger bekanntes Verfahren, Zucker auf der Basis von Rüben herzustellen. 1806 entsteht die erste Zucker-Raffinerie in Schlesien. In Holstein wird im Raum Heide bereits um 1830 Rübenzucker produziert. Damit wird Schokolade für breite Kreise erschwinglich.

 

Form und Verpackung
Die Kunst, der himmlischen Köstlichkeit durch Formen ein Gesicht zu geben Zunächst als kleine Blöcke oder Tafeln mit Bruchrillen versehen, wird Schokolade in Papier verpackt, später gut verschlossen in Stanniol mit schön bedruckter Papierumhüllung angeboten. Für den besonderen Verzehr, als Tafel- oder Weihnachtsprodukt setzt sich die Verwendung von Hohlformen zur Gestaltung des Luxusproduktes durch. Ende des 19. Jahrhunderts, zur Zeit der Industrialisierung, ist die Herstellung von Blechdosen und Blechformen in feinster Ausführung möglich. Einige Unternehmen spezialisieren sich ganz auf die Formenherstellung. Die älteste und später auch bedeutendste Firma wird von Anton Reiche im Plauener Grund in der Nähe von Dresden gegründet. Ihr Angebot umfasst Formen in einer Vielfalt an Modellen und Grüßen, wie man es sich heute kaum vorstellen kann. Von der einfachen Flachfigur für ein paar Gramm Schokolade als Süßigkeit für den Kaffeetisch oder für den Tannenbaum über Doppel- oder Klappformen mit Scharnier bis hin zu mehrteiligen Formen für Schaufensterfiguren von bis zu einem Gewicht von 15 Kilo sind im Programm. Ob einfache Tafeln, Tiere, Osterhasen, Weihnachtsmänner, Werkzeuge oder technische Errungenschaften der Zeit wie Eisenbahn, Motorrad oder Zeppelin – es gibt kaum Bereiche, die bei den Formen fehlen. Die Farbigkeit erhielten die Figuren, indem mit heller und dunkler Schokolade vorab die Vertiefungen ausgefüllt wurden. Eine Cellglasfolie mit einer Schleife gab der Figur die festliche Verpackung. Bei kleinen Schokoladenformen bediente man sich Stanniolpapierzuschnitten, die jeweils für ein Produkt in Motiv und Größe fertig bedruckt waren. Das Stanniolieren erfolgte früher mit der Hand. Für Pralinen entwickelten die Schokoladenhersteller schon vor 1900 raffiniert bedruckte und mit Dresdner Borten ausgestattete Schachteln.

7. Husumer Marzipanmarkt

1. und 2. Dezember 2018, 10–17 Uhr, Eintritt frei

Am ersten Adventswochenende lädt das Weihnachtshaus wieder zum beliebten Marzipanmarkt. Lassen Sie sich vom „Brot der Engel“ unterschiedlicher Hersteller ebenso wie von vielerlei Schokoladen- und Gebäckspezialitäten verführen.

 

Marzipan ist bis heute eine der begehrtesten Köstlichkeiten für die Festtage, doch wie unterscheiden sich Königsberger und Lübecker Marzipan sowie diverse Rohmassen voneinander? Der Marzipanmarkt gibt Antworten. Alle Marzipanspezialitäten und Rohmassen aus den verschiedenen Mandelqualitäten können verkostet werden. In diesem Jahr wird erstmalig auch Rohmasse aus Mittelmeermandeln angeboten. Außerdem gibt es diese Köstlichkeit auch schokoliert als Happen.


Kleine Weckgläser mit Gewürz-Mischungen zur Herstellung von Likör in verschiedenen Geschmacksrichtungen finden Sie ebenso wie Gebäck aus Aachen, Pulsnitz und Wald-sassen – frisch aus traditionellen Bäckereien und Confiserien. Außerdem gibt es wie immer die Gelegenheit, den „Theodor Storm Punsch“ nach einem Originalrezept des berühmten Husumer Dichters zu probieren.

 

Ausgesuchte Bücher zur Geschichte des Weihnachtsgebäcks, der Schokolade und der Herstellung von Marzipan sowie Rezepte, traditionelle, witzige oder maritime Plätzchen-Ausstecher und Bücher mit ausgefallenen Geschenk- und Verpackungsideen runden das Angebot ab.

Viele begeisterte Besucher im Weihnachtshaus

Immer wieder bekommen wir viel Lob von Besuchern des Weihnachts­hauses. Dies schreibt Lise Brastrup Clasen aus Dänemark in ihrem Blog www.dukkedroemme.dk über die Puppenausstellung: